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BYOD - Die Smartphoneklasse der Martinschule

BYOD - Einsatz von Smartphones im Unterricht

Nachdem wir in der Martinschule bereits in den Schuljahren 2011 - 2013 erste Öffnet internen Link im aktuellen FensterVersuche mit Tablets im Unterricht durchgeführt hatten, versuchen wir nun, vor allem was die technische Ausstattung betrifft, einen nachhaltigeren Weg zu gehen.

BYOD - diese Abkürzung steht für Bring Your Own Device. Übersetzt bedeutet das "Bring Dein eigenes Gerät mit". Schulgeräte, besonders wenn es sich um mobile Geräte handelt, können aufgrund der mehrjährigen Wiederbeschaffungszyklen mit dem schnellen Fortschreiten der Technik nicht mithalten und verlieren schnell an Attraktivität, wenn die (schüler-)eigenen Geräte um ein Vielfaches schneller und leistungsfähiger sind. Die Geräte werden nun nicht mehr von der Schule gestellt, sondern von den Jugendlichen mitgebracht. Der allergrößte Teil der Schülerinnen und Schüler besitzt ein leistungsfähiges Smartphone und hat dieses sowieso dabei. Nun darf er/sie es sogar offiziell im Unterricht verwenden!

Zusätzlich machen wir uns zunutze, dass die Kinder und Jugendlichen Spezialisten im (technischen) Umgang mit ihren eigenen Geräten sind. Diese Expertise können wir ins Klassenzimmer holen und zum gegenseitigen Lernen in der Peer-Group fruchtbar machen. Nicht zuletzt ist die Motivation besonders hoch, wenn die Schülerinnen und Schüler diese Geräte im Unterricht benutzen dürfen.

 

Erweiterung der vorhandenen Möglichkeiten

Die mit BYOD kurzfristige Verfügbarkeit von Internet und Computer im Klassenzimmer soll nicht das gesamte Lernen auf digitale Medien umstellen. Wir setzen die Geräte nur dann und dort ein, wo sie einen Nutzen und möglichen Mehrwert versprechen. Das Smartphone, das längst zu einem Alltagsgegenstand geworden ist, erweitert auf diese Weise das vorhandene Methoden- und Medienrepertoire und integriert Medienbildung auf vielfältige Weise in den Unterricht.

Organisation der Arbeit mit den mobilen Geräten

BYOD - Organisation der Arbeit mit dem Smartphone

Das Klassenzimmer ist ausgestattet mit

  • WLAN-Router mit Zugangsbeschränkung
  • Ladestation
  • Beamer
  • Dokumentenkamera
  • vier Mini-Tablets für Schüler ohne Smartphone

Um Unmut, Stress und Missbrauch durch die Nutzung der Smartphones zu vermeiden, gelten im Klassenzimmer drei klare Regeln:

  1. Das Handy liegt den ganzen Schultag über an der Ladestation.
  2. Das Handy wird nur zum Arbeiten verwendet.
  3. Das Handy wird nach getaner Arbeit wieder zur Ladestation zurückgebracht.

Missbrauch, z. B. Verwendung für andere als die genehmigten Tätigkeiten, führt zum Entzug der Erlaubnis, mit dem eigenen Gerät zu arbeiten.

Einsatzmöglichkeiten von Smartphone und Tablet im Klassenzimmer

BYOD - Das Smartphone als Alltags- und Unterrichts-Werkzeug

Das Smartphone als Alltags- und Unterrichts-Werkzeug

Der Einsatz des Smartphones als Taschenrechner, Hausaufgabenheft-Ersatz oder Nachschlagewerk mag auf den ersten Blick profan erscheinen und wenig Mehrwert bieten.

Taschenrechner gehen bei vielen unserer Schüler oft bereits in den ersten Wochen des Schuljahres kaputt oder verloren. Hausaufgabenhefte werden unter der Bank oder in der Schultasche "vergessen", Wörterbücher oder Lexika gibt es im häuslichen Umfeld nur selten. All dies trifft für das Smartphone nicht zu. Durch die Verwendung des Handys als Arbeitsgerät in der Schule lernen die Jugendlichen, das Gerät als Hilfsmittel in der Alltagsbewältigung sinnvoll zu nutzen und einzusetzen.

 

Einsatzmöglichkeiten von Smartphone und Tablet im Klassenzimmer

Recherche und Tutorials am Beispiel Kunstunterricht

Im Kunstunterricht wurde den Schülern ein Projekt zum Upcycling vorgestellt. Es sollten alte Schallplatten zu Schalen und Schüsseln geformt werden.

Anhand dieser Aufgabe erlernten die Schüler die zielgerichtete Recherche und den Einsatz geeigneter (Video-)Tutorials mit ihren Handys.

Das angeeignete Wissen im Umgang mit Tutorials wurde im Wochenplanunterricht anhand weiterer gestalterischer Aufgaben geübt und vertieft.

 

Einsatz von Umfrage-Tools

Um schnelle Abfragen, Vermutungen und Meinungsbilder zu erstellen, werden online-Abfragen mit den Schüler/innen durchgeführt. Dabei haben sich u. a. "Pingo" und "Kahoot" bewährt.

Apps oder online-Angebote?

Zu Beginn der Planungen waren verschiedene Lern-Apps ein fester Bestandteil des Projekt-Settings. Aufgrund datenschutzrechtlicher und anderer Überlegungen haben wir zur Zeit davon wieder Abstand genommen.

  • Da es sich um Schüler-Geräte handelt, können bestimmte Apps empfohlen, aber nicht verpflichtend eingeführt werden. Oft sind mit der Installation Freigaben auf bestimmte Geräte-Funktionen verbunden, die von den einzelnen Nutzern bzw. deren Eltern akzeptiert werden müssen.
  • Der Einsatz kostenpflichtiger Apps ist aufgrund der finanziellen Situation einiger Familien schwer zu vermitteln.
  • Die unterschiedlichen Betriebssysteme und deren Versionen einschließlich des dazu benötigten freien Speicherplatzes erschwert die Installation von Apps oft zusätzlich.

Aus diesen Gründen spielen bei uns überwiegend online-Angebote ohne Registrierung eine Rolle.